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24.02.2021

Unterwegs in ungewissen Zeiten: Diözesan-Pilgerstelle veröffentlicht neues Programm

Domkapitular Reinhard Kürzinger bei einer Rast in Assisi. Rechts im Bild ist der Sonnengesang angedeutet, links wird die Geschichte erzählt, wie Franziskus den Wolf bändigt oder das Böse besiegt. Foto: Reinhard Kürzinger

Pilger auf dem Jakobsweg in Riego de Ambrós in der Provinz León, Spanien. Foto: Wolfgang Radtke/Bayerisches Pilgerbüro

Eichstätt. (pde) –Das Heilige Jakobusjahr und das Samstagspilgern sind Schwerpunkte im diesjährigen Pilgerprogramm der Diözese Eichstätt. Neun internationale Pilger- und Wanderreisen sind geplant. Ob und wie sie stattfinden, ist noch ungewiss.

„Wie ein dunkler Schatten hat sich die Corona-Pandemie über den Globus gelegt und das Reisen stark eingeschränkt oder unmöglich gemacht“, sagt Domkapitular Reinhard Kürzinger, Leiter der Wallfahrts- und Tourismuspastoral der Diözese Eichstätt. „Alle Pilgerfahrten ins Heilige Land mussten im vergangenen Jahr abgesagt werden“. Die Impfung könnte die Wende bringen. „Dann werden die heiligen Stätten wieder frei zugänglich sein. Und der Pilger muss auf dem Jakobsweg nicht mehr mit Maske gehen“, hofft jedenfalls Kürzinger.

Den Jakobsweg hat die Diözesan-Pilgerstelle anlässlich des Heiligen Jakobusjahres gleich mehrfach im Programm 2021. Da sind zum einen die vielen Jakobswege in der Region, die von der Haustüre weg in die Ferne zum Grab des Apostels Jakobus führen. „Zum Einlaufen“ – wie Kürzinger sagt – eignet sich zum Beispiel die Etappe auf dem fränkischen Jakobsweg von Nürnberg nach Eichstätt. Wer diese Strecke meistert, kann dann im Oktober auch die letzten 115 Kilometer auf dem Camino Francés von Sarria nach Santiago de Compostela in Angriff nehmen. Ebenfalls für Anfang Oktober ist eine Sternwallfahrt der Bayerischen Diözesen als Flugreise nach Santiago in Planung. Ein Heiliges Jahr findet in der nordwestspanischen Pilgerstadt, die Ziel des Jakobsweges ist, immer dann statt, wenn der Tag des Apostels Jakobus, der 25. Juli, auf einen Sonntag fällt. Das ist 2021 der Fall. Aufgrund der Pandemie hat Papst Franziskus das Jakobusjahr bis 2022 verlängert.

Im Marienmonat Mai sind je eine Pilgerreise nach Lourdes (Frankreich) und Fatima (Portugal) terminiert. Für Ende Mai ist eine „Einstiegsreise“ ins Heilige Land vorgesehen. In einem kompakten Programm sollen die Wirkungsstätten Jesu besucht werden – von Nazaret und dem See Gennesaret in Galiläa bis nach Jerusalem und Betlehem in Judäa. Außerdem gehört eine Kultur- und Pilgerreise der Diözese Eichstätt nach Jordanien zum Programm, dass in diesen Tagen an die Pfarreien im Bistum Eichstätt verschickt wird.

Bereits Ende April sollte es – so die Hoffnung der Diözesan-Pilgerstelle – möglich sein, auf dem Franziskusweg von Rieti nach Rom zu pilgern. Eine weitere Etappe auf dem Franziskusweg, „klimaneutral von Laverna nach Assisi“, ist für Ende September bis Anfang Oktober geplant. „Bordeaux und Périgord – wandern und genießen im Südwesten Frankreichs“ lautet das Motto einer Wanderreise im Sommer.

Gemeinsam mit Pilgerbegleitern wandern, die Landschaft genießen und Interessantes über Kirche und Brauchtum in der Region erfahren können kleine Gruppen auch beim Samstagspilgern. Nach einer Unterbrechung am Anfang der Corona-Krise im vergangenen Jahr hat die Diözesan-Pilgerstelle in der zweiten Jahreshälfte diese Form des Tagespilgerns wieder aufgenommen. Zwölf Wege stehen in diesem Jahr auf dem Programm. Auftakt ist am Samstag, 17. April, mit dem Rundweg um die alte Martinskirche in Wettelsheim.

„Die Heilige Corona ist Patronin gegen Seuchen. Ein schräger Zufall?“, fragt sich Reinhard Kürzinger angesichts der Ungewissheiten, die derzeit kaum etwas planen lassen. Vieles von ihrer Existenz bleibe im Dunkeln, genauso wie beim tückischen Erreger. Ein Gebet könne in dieser Krise Menschen aufrichten. Den Pilgern gibt Kürzinger sechs kurze Sätze des heiligen Ambrosius mit auf den Weg: „Du bist der Arzt, wenn ich eine Wunde heilen will. Du bist die Quelle, wenn ich vom Fieber ausgebrannt bin. Du bist die Kraft, wenn ich Hilfe brauche. Du bist das Leben, wenn ich den Tod fürchte. Du bist der Weg, wenn ich den Himmel ersehne. Du bist das Licht, wenn ich in der Finsternis bin.“

Die internationalen Pilgerreisen organisiert die Diözesan-Pilgerstelle Eichstätt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Pilgerbüro in München, das Samstagspilgern in Eigenregie. Nähere Informationen, Beratung und Anmeldung bei der Diözesan-Pilgerstelle Eichstätt, Tel. (08421) 50-690, E-Mail: pilgerbuero(at)bistum-eichstaett(dot)de und unter www.pilgerstelle-eichstaett.de.

Grußwort

Willibald, der erste Bischof unserer Diözese, war ein weit gereister Mann. Bevor er sich in der Region Eichstätt niederließ und ein Kloster als Missionsstützpunkt errichtete, streifte er jahrelang als Pilger durch die Welt. (Grußwort von Domkapitular Reinhard Kürzinger, Leiter Wallfahrts- und Tourismuspastoral der Diözese Eichstätt)

Kontakt mit der Diözesan-Pilgerstelle Eichstätt

Information, Beratung, Anmeldung:
Diözesan-Pilgerstelle Eichstätt
Marktplatz 4, 85072 Eichstätt
Telefon: 08421/50-690
Telefax: 08421/50-699
pilgerbuero(at)bistum-eichstaett(dot)de